Mittwoch, 27. Februar 2013

Der nichtarbeitsfreudige Chinese

Also jetzt räume ich mal eine riesen Lüge aus dem Weg, heute reicht es wirklich, gerade soeben wurde wieder einmal mein Zorn in seinem vollsten Zügen herauf beschwört. Wie jeder hoffentlich mitbekommen hat, handelt es sich hier um eine Entsendung meiner seits, dh. ein Auftrag ist zu erfüllen, Dienstauftrag, Arbeitsauftrag, also es geht um die Arbeit, die Arbeit verdammt, die Leute müssten hier arbeiten, ARBEITEN!
Nichtsdestotrotz (@Phippm, herrliches Wort) glauben hier manche Menschen, sie seien hier in der Spaß- und Freizeit-Factory, wo sie nach Belieben das tun können, was ihr Herz begehrt. Warum grad soviel Wut aus mir heruasquellt werden wahrscheinlich wenig Menschen verstehen. Der Anlass dafür war wieder ein Kollege, der nicht gerade kapiert, wofür er im Büro sitzt. Anstatt seiner Beschäftigung nachzugehen, wofür man hier bezahlt wird, werden folgende Aktivitäten ausgeführt:

COMPUTER SPIELEN:
Der Kollege, der hauptberuflich WOW Spieler ist, genießt es sehr in der Arbeit. Nach 8h herumeiern, zocken, sinnlos im Sessel herumhängen kann er heimfahren, gutes Geld! Wieso er eingestellt ist, wird nie jemand erfahren, aus diesem Grund ein Hoch auf diesen Typen, der im Dienste von World of Warcraft seine Tätigkeiten ehrenhaft im Gestalt eines Zwergenherres durchführt.

SERIEN SCHAUEN:
Einer der Volkssportarten der Volksrepublik China ist es Serien zu schauen. In der U-Bahn, auf der Straße, beim EInkaufen, Essen oder im Gym. Meist handelt es sich um flieegende halbglatzete Männer, die ihre Schwerter einmal schwingen und 100 umbringen. Natürlich findet man zuhause schwer Zeit für eine Episode derart überlebenswichtige Serie, das muss man in der Arbeit tun. Ich würd diesen Typen sogern raushauen!

SCHLAFEN:
Mittlerweile find ich es normal, dass hin und wieder jemand nachdem Essen in der Pause ein 'Nickerchen' benötigt. Asolut normal! Aber teilweise geht es wirklich anders zu. vor der Pause, nach der Pause, in der Früh, am Abend vorm Heimgehen, (ich muss zugeben, letzte Woche musste ich auch für 10min ein Power-Napping einlegen, weil ich ge'jetlaged war), aber jeden Tag schlafen in der Arbeit? Wer macht die Arbeit verdammt?

RAUCHEN:
Noch so eine Volkssportart von der Volksrepublik. Die Menschen rauchen hier wie eine Lokomotive. Wenn man rausgeht, stehen immer die gleichen Leute auf den Raucherplätzen. Ich will nicht sagen, dass ich den ganzen Tag auf eine Zigarette verzichte, ein-zwei Mal am Nachmittag bis zum Heimfahren ist auch für mich dabei, der Chinese geht alle Stunde und bleibt gleich einmal für mindestens 15min draußen und muss gleich drei Stück rauchen, dass er ja nicht arbeiten muss. Feuern!

Ich glaube, diesen Bericht wollte ich seit drei Monaten schon schreiben, nur war Rufmord nicht gerade der richtige Weg, sich in der Öffentlichekit (Internet) zu 'wortlauten'. Einer der größten Klischees der Welt, die Chinesen seien fleißig und gute Arbeiter und bla bla bla...
Nicht nur im Büro geht es mit so einer Art von Faulheit zu, Kassen in Supermärkte, Berater in Fachgeschäfte, sogar der Spießverkäufer auf der Straße pfeift auf die Arbeit, obwohl er das Geld bitternötig hat. Arbeit zählt eindeutig nicht zu den Stärken dieses Volkes.

PS.:
Dieser Bericht wurde ausschließlich nur in meiner Freizeit, am Abend Daheim geschrieben, lediglich nur 3min meines Arbeitszeites habe ich dafür gebraucht, um mich im Blog einzuloggen und den Eintrag up'zu'loaden.

Over.

Freitag, 22. Februar 2013

Die zweite Hinreise

Nach einem Kurztrip Zuhause, mehreren heimischen 'Fastfoodvergenusszweigelungen' (natürlich ist damit nur Kebap gemeint...naja, weil es sich für einen in Ösiland lebenden auch gehört, gab es Schnitzel), Familienliebe tanken (Bemutterung am höchsten Level, eigentlich wurde wieder einmal unterstrichen, welch ein Muttersöhnchen ich in Wirklichkeit bin) und nach einem gelungenem Faschingsdienstag, ging es am Donnerstag letzte Woche wieder ins mittlerweile dritte Heimatland, China, zurück.
Die ersten Asiaten haben nicht lange auf sich warten lassen, bereits am Flughafen Hörsching stand schon die erste Truppe von tüchtigen Geschäftsmänner (in den Arsch sind sie tüchtig), fest in den Bann ihrer Smartphones gezogen, die Hände voll mit Einkaufstüten aus dem Duty Free Shop und ihren nicht überhörbaren Schleimhälsen....Schanghai war schon zu spüren nah.

In Frankfurt angekommen traf mich der Schlag. Halb Fernostasien besetzte den Terminal Z50, eine Boeing 747 volle Menschen aus allen Teilen Europas, die nur darauf warteten, von ihrem chinesischem Neujahrs-Trip nach Hause zu fliegen. Schreiende Omis und Kinder im Überfluss am Nacken, 11h Flug....voilà, ich in angekommen. Nach dem Taxifahrer noch schnell eine Pinkelpause mitten auf der Autobahn eingelegt hat, kam ich im Hotel, dem Courtyard by Marriott an. Ich wohnte hier bereits drei Wochen, bevor mein Urlaub losging. Der Auszug aus dem Edelschuppen (das erste Hotel) fand statt, weil meine Firma geizen wollte (geht am eherste mit Personalkosten reduzieren), forderte man uns auf, eine neue Bleibe zu suchen. Das aktuelle ist zwar um nichts schlechter, aber durch die schlechte Lage (eine Baustelle befindet sich direkt vor meiner Nase, hier wird 24h lang gearbeitet, gehen mal die Schweißarbeiten los, flashing lights!) ist der Preis niedriger.

Um noch einmal ein Nachgeschmack an zu Hause zu empfinden, gab es an diesem Tag noch ein Abendessen im Abbey Road, ein/eine Schweiz-Österreich angehauchtes Restaurant/Bar, wo es richtig gute Röstis gibt (nicht zu vergessen die Happy Hour, wo es das Bier um €3 gibt, anstatt €6....hier der üblicher Preis für ein alkoholisches Getränk, Kurva Pivo, so wie unser tschechischer Kollege gerne sagt).

Ein heißer Sommer wartet hier nun auf mich, die Stadt ist voll mit 'Biergärten', die Frauen sind willig, kurze Röcke zu tragen und natürlich das Beste: es ist nicht mehr kalt^^ Da es mein letzter Urlaub war, wird mein nächster Anblick lange auf sich warten lassen. Einwenig vermisse ich es Daheim schon, aber hey, BITCHAZ BE CRAZY!

Fotos:
Random, von Erdbeerbäumen bis zu 8kg Lebensmitteln, die 5500Meilen mit mir gereist sind.

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Montag, 4. Februar 2013

Der erste und letzte Urlaub

Schnitzel, Kebap, endlich wieder schwarzes Brot, 'Soda mit Zitrone',...sogar das 'sprudelnde Wasser hier vermisst man nach zwei Jahren, oh Gott, ich war echt schon lange nicht mehr daheim.

Nicht klar, ob es bemerkbar ist, dass seit Samstag mein Ulraub im Lande begonnen hat. Für viele sollte es eine Überraschung sein, was es irgendwie auch war. Als sich jede zweite Peson letztes Wochenende am Sportlerball in Ansfelden mir um den Hals warf (muss gestehen, es war nicht soviele Frauen x( dabei), bekam ich das Gefühl...die Überraschung ist gelungen. Es wusste gerade eine Hand voll Menschen, dass mein Flieger um 22:40 Uhr in Linz landete. Kurz daheim gestoppt, wurde ich schon in die Katakomben des Anton Bruckner Centers (Gwölb) geleitet, wo sich das größte Abschaum auf völlig eskaliernde Weise auf mich stürzte, um mich mit Fragen durch zu löchern.

Zwei Tage sind hin, durch die Reise und die Super Bowl-Nacht gestern kamen ein paar Augenringe dazu, doch die kommenden zwei Wochen sollten doch entspannter zugehen. Am 14. Feb. ist der zweiter Hinflug gebucht, bis dahin soll meine Wampe mindestens zehn Zentimeter durch türkisches/österreichisches Essen wachsen und gedeihen, der erste und letzter vorgesehener Urlaub für das Projekt Schanghai.

Es tut mir Leid für die kommende Werbung, aber Leute, kommt am kommenden Freitag ins LUI bzw in die Mensa der Linzer Uni, eine Faschingsparty steht da an, hier kann man sich auf ein 'Meet and Greet' mit mir freuen *husthust* (I bin so wichtig). Ansonsten euch noch schöne zwei Wochen, URLAUB, baby baaaaaaaaaaby!

Schöne Grüße aus LA, Hell Shell, es is so scheeee

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Donnerstag, 31. Januar 2013

Die eingelebte Stadt

Hell in the Shell! Vor ca. fünf Minuten meinte ein guter Freund, dass er gerne einen mächtigen Blog von mir lesen würde, wahrscheinlich wo es um Prostutition, Drogen, illegale Straßenrennen (Alter das war TOKIO Drift) oder Hundekämpfe geht. Es herrscht hier das Gerücht, dass man Insekten gegeneinander kämpfen lässt....Leute, wenn ich diesen 'Hinterhof' je entdecken sollte, gibt es gleich zehn Blogeinträge über den Tag....vorher muss ich mir noch eine Gottesanbeterin suchen, um an den Kämpfen teilnehmen zu können.
Worauf dieser Blogeintrag eigentlich hinaus will ist, dass leider hier schon einige Tage nix spannendes mehr passiert ist. Irgendwann lebst du dich ein, gehst nur noch in die Arbeit, zurück zum Hotel, Wochenede kommt, du gehst schnell mal essen, gehst wieder Heim, weils draußen vielleicht kalt ist und es macht keinen Unterscheid, ob du am Vorabend aus warst oder nicht, es ist Lazy-Saturday-Lazy Sunday, die letzten paar Wochenenden vergehen nur noch so.

Vor zwei Wochen stattete ich dem Science and Technology Museum Shanghai (Naturhistorisches Museum) einen Besuch ab, Tag davor war ich am Bund (The Bund -  ist in Schanghai einer der ersten Bezirke, direkt am Ufer des Flußes, hier komme ich gerne her, weil das bisschen mein 'Heimweh' lindert, weil die Umgebung, die Gebäude alle im europäischen Stil errichtet worden sind und man sich, wenn auch nur kurz, NICHT in China vorkommt).

Sonst vergeht die Zeit hier mit Serien Schaun, im Fitnessstudio, das hier im Marriott ist zum Kotzen (Foto aus der Website entnommen) oder unter der Woche verzweifelt nach Essen suchen. Ihr müsst mich entschuldigen, ich habe wohl mein Wechsel in ein anderes Hotel nicht erwähnt. Vor ca. drei Wochen musste ich umziehen, weil die Firma das Le Royal Meridien nicht zahlen wollte. Die Wahl ging an das Courtyard by Marriott Hotel in Puxi, das zwei U-Bahnhaltestellen weiter lag. Fotos werde ich heute Abend hinzufügen.

Das wars, mehr habe ich nicht zu schreiben, vielleicht passiert mir etwas 'erzählenswertes' in einer Stunde auf dem Weg nach Hause, die Arbeit auf jeden Fall 'suckt' für heute gewaltig, Nicht alle meiner Blogs entstehen während der Arbeitszeit, aber dieser, ehrlich zugegeben, musste geschrieben werden, -oida mi zahts ned-

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Dienstag, 29. Januar 2013

Der richtige Chinese

Bis jetzt gab man mir selten das Gefühl, dass ich wirklich in China sei. Ja, selbstverständlich laufen überall kleinwüchsige (es gibt überraschend viel große Chinesen, auch Frauen) Menschen mit kleinen Augen und glattes schwarzes Haar, nur in einer Megacity wie Schanghai ist das Moderne der Kultur weit vorne. Einkaufzentren, Autos aus dem Westen, der 'Luxus', die Hotels und Hochhäuser etc...nichts schien hier so wie im Fernsehen zu sein, Bambushütten, Federlose Enten die zum trockenen aufgehängt werden oder richtig Asiatisches Essen.

Letzte Woche (um ehrlich zu sein haben meine Kollegen und ich komplett verlaufen) entdeckten wir die komplett andere Seite der Stadt. Der 'Schme' war, dass man zwischen den Straßen und Hochhäusern sehen sollte, hier versteckten sich die vielen typischen Dinge im Alltag eines 'Schanghaianer', nie war ich mehr darüber mich verirrt zu haben, als die engen Gassen voll mit Essen und Menschen vor mir auftauchten.
Die besten zwei Stunden hier in Schanghai überhaupt, China ist toll.

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